Auch ich war #smwHH – ein weiterer Rückblick der Social Media Week Hamburg

Puh, dieser Blogpost schwirrt jetzt schon eine ganze Weile in meinem Kopf umher und nun ist es heute genau einen Monat her, dass ich selbst auf der Social Media Week Hamburg aktiv war, also dachte ich, wäre heute der perfekte Zeitpunkt ihn endlich auf „Papier“ zu bringen…

Was genau war los?

Vor genau einem Monat waren hunderte Social Media Begeisterte in ganz Hamburg unterwegs, um sich zu bilden, weiterzuentwickeln, neue Bekanntschaften zu schließen usw. Getrieben von der gleichen Leidenschaft fuhr man kreuz und quer durch Hamburg um zu den Vorträgen zu gehen, wo man hoffte, die besten Einblicke ins Web 2.0 zu erhalten. Das Tolle an der Social Media Week? Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei – ob nun für den blutigen Anfänger, die Unternehmer, die das Gefühl haben, nun auch etwas in diesem Internet machen zu müssen oder die absoluten Experten, die gespannt auf „the next big thing“ warten.

Nun ist es bei der Social Media Week so, dass mehrere Vorträge gleichzeitig an verschiedenen Orten stattfinden, man muss also vorher die gewünschten Panels heraussuchen und weise wählen, da man ja auch nichts verpassen möchte. Dank Twitter und zum Teil auch Livestreams wird es einem zwar leichter gemacht, auch von anderen Sessions etwas mitzubekommen bzw. zu verfolgen, wenn man nicht vor Ort sein kann, aber dennoch will man ja bei den besten Talks live dabei sein.

Den goldenen Treffer landen

Aus irgendeinem Grund hab ich bei so etwas leider noch kein besonders gutes Händchen bewiesen, sondern kann es im Prinzip nur mit den Worten von Edward Dahlberg sagen:

Jede Entscheidung, die man trifft, ist ein Fehler.

Aber Übung macht ja bekanntermaßen den Meister, nächstes Mal werde ich einem Ratschlag folgen, den mir ein Teilnehmer ans Herz gelegt hat, nämlich die Vorträge zu besuchen, wovon man absolut keine Ahnung hat und was einen eigentlich auch nicht großartig interessiert, denn hier lernt man oft am meisten. Nichtsdestotrotz war auch nicht alles schlecht, wo ich war, im Gegenteil, ich hatte eine tolle Zeit auf der Social Media Week. Auf meiner Keeeb Seite könnt ihr sehen, wo ich letztendlich war. ABER natürlich werde und will ich nicht über jeden Panel schreiben, um euch auch nicht zu langweilen, sondern werde kurz über meine Highlights sowie die größte Enttäuschung (sorry, aber ich finde sowas gehört auch dazu) schreiben:

Auch Eltern sind social

Für mich ging die Social Media Week am Montag mit der Panel Diskussion mit Tanja und Johnny Haeusler, Sarah Pust und Ingo Kriebisch rund ums Thema „Netzgemüse“ los, womit ich gleich einen Volltreffer landete. Der Panel war überraschend leer (lag vielleicht an der Uhrzeit, da es ja doch eher für Eltern war und diese vielleicht noch arbeiten mussten?!) aber total spannend, lehrreich und entertainend. Die letztendliche Quintessenz war, dass eine fundierte Medienkompetenz sehr wichtig sei und das Internet hier heutzutage eine große Rolle spielte und man aber dennoch bei der Intensität des Medienkonsum aufpassen sollte (was m.M.n. für Internet gleichermaßen gilt, wie Videospiele, Fernsehen und andere Medien). Zwar blieb bei dieser der große „Aha-Effekt“ aus, aber ich konnte dennoch das ein oder andere Learning mitnehmen.

So erzählten die Haeuslers von ihrer Dockingstation in der Küche, wo jedes Familienmitglied vor dem Schlafengehen sein Handy ablegen musste, so dass hiermit zu später Stunde kein Unfug mehr getrieben werden konnte und man es nicht mit ins Bett nahm. Fand ich eine einfache und gleichzeitig geniale Idee und werde ich mir sicher merken. Außerdem erzählten sie von einer Aktion, bei der sie die neuen Medien super nutzten, um ihre Familienbeziehungen zu stärken. So durfte für einen Zeitraum jeder jeden Abend nach dem Abendessen der Familie auf Spotify ihr aktuelles Lieblingslied vorspielen während man gemeinsam den Tisch abräumte, den Abwasch tätigte oder einfach gemeinsam Zeit verbrachte. Fand ich eine tolle Idee, denn so nutzt man effektiv die neuen Medien, stärkt Beziehungen, da man Zeit miteinander verbringt und etwas über seine Familienmitglieder lernt und hängt nicht gemeinsam/zeitgleich starrend auf einem Bildschirm, wie z.B. wenn man sich ein YouTube Video angucken würde. Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich hier mitgenommen habe, war, dass ich viel mehr darauf achten muss, wie ich mich verhalten und wie intensiv ich die neuen Medien konsumiere. Sehen meine Kinder mich ständig am Smartphone hängen und wieder einen Tweet verfassen, wenn sie mir von ihrem Tag erzählen? Dann darf ich mich auch nicht wundern/beschweren, wenn auch sie nur noch Augen für ihr Smartphone entwickeln werden. Man selbst ist und bleibt nunmal ein großes Vorbild für die Kinder und diese gucken einem besonders gerne die schlechten Gewohnheiten ab, habe ich das Gefühl. :) Eine kleine Empfehlung am Rande ist der Podcast von Jörn Hendrik Ast aka @Jormason, der hinterher noch ein paar Fragen an die Haeuslers gestellt hat: http://ffluid.de/blog/kinder-zu-helden-der-neuen-technologie-machen-podcast/

Dann ging es Dienstag für mich weiter, wo ich eine Enttäuschung nach der anderen landete. Kein guter Tag. Besonders enttäuscht war ich von dem Vortrag „Diese Blogger – Wie kann ich sie für mich einspannen?“ von @Enypsilon. Sorry, aber das war einfach absolut nichts. Der Vortrag sollte eigentlich für ein „Intermediate“ Publikum sein, aber davon hab ich zu keinem Zeitpunkt etwas gemerkt. Wenn einem Tipps gegeben werden wie „schreibt den Bloggern eine persönliche E-Mail“ und auf die ehrlich gemeinte Frage, ob es denn Blogrankingseiten gibt bzw. wo man Blogs gut finden kann, als Antwort kommt: „Sag ich dir nicht, googel das doch einfach“, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Da hatte ich viel, viel mehr erwartet, das war in der Tat einer der Panels auf den ich am meisten gespannt war. So kann man sich irren.

Donnerstag ging es dann besonders aufregend für mich weiter, hier hatte ich zunächst mein Panel-Highlight dank Jochen Mai alias @Karrierebibel bei „Hilfe, ich bin ein Online-Star! Jochen Mai über Reputations-Management“. Zum Einen überzeugte Jochen voll und ganz durch seinen Präsentationsstil, doch die Hauptsache war, dass er auch inhaltlich total überzeugen konnte. Er brachte wirklich einen guten Hinweis nach dem anderen. So erzählte er darüber, dass es durchaus wichtig sei, sich ab und zu selbst zu googeln, um zu sehen, was hier für Treffer kommen. Einen ganz wichtigen Punkt sah ich darin, dass es auch nicht nur um seine eigene Reputation geht, sondern auch um die Abgrenzung von Gleichnamigen. Als Beispiel nannte er einen anderen Jochen Mai, der ein paar Schwierigkeiten hatte, sich gegen ihn durchzusetzen und später sogar seinen Namen änderte deshalb … Zudem muss man sehen, was man im sozialen Netz nach außen darstellen will, was man repräsentieren will, wie man sich positionieren will. Hier ist jedoch auch immer Vorsicht geboten, denn genau wie Kokain ist Social Media ein Persönlichkeitsverstärker …

Letztendlich kann man die sozialen Netzwerke aber hervorragend nutzen, um sich selbst eine Reputation aufzubauen, sich selbst positiv zu positionieren und interessant für potenzielle Arbeitgeber zu machen.

Es war wirklich ein ganz hervorragender Vortrag, mehr will ich gar nicht dazu schreiben, denn ihr könnt ihn sogar hier nochmal in voller Länge genießen (glaube ich zumindest, ich hab es nicht ausprobiert): http://new.livestream.com/accounts/2478637/events/1867654

Ich will auch mal

Tja und dann kam natürlich das absolute Highlight für mich … der Vortrag auf den ich mich gleichermaßen gefreut und auch gefürchtet habe – mein eigener! :D So durfte ich mit Sina Gritzuhn einen Workshop zum Thema „Keeeb – Endlich Ordnung im Netz“ halten, was natürlich super spannend war. Was haben Sina und ich im Vorfeld gezittert, es aber wie ich finde letztendlich doch ganz gut gemeistert.

Uns standen in der ADWH ca. 20 Rechner zur Verfügung, so dass die Teilnehmer auch gleich aktiv werden konnten. Ein Vorteil aber auch gleichzeitig eine Herausforderung, denn man muss den Vortrag so spannend halten, dass die Leute nicht gleich schon am Rechner versinken und keine Lust mehr haben, zuzuhören.

Detlev Scholz war sogar so nett das Ganze aufzunehmen und Sina hat mit ganzer Mühe und wirklich toll das Material zusammengeschnitten, so dass ihr es euch auch angucken könnt, wenn ihr wollt.

Zunächst hat Sina über das Thema Bookmarking allgemein gesprochen, ein paar Tools vorgestellt und so prima in die Thematik eingeführt. Zu sehen gibt’s den Teil hier:

Und dann habe ich den Teilnehmern Keeeb erklärt, ein paar Tipps und Tricks sowie Beispielseiten gezeigt:

Es war ein sehr aufregendes Erlebnis, hat aber so viel Spaß gemacht, dass ich mich schon auf die nächste Social Media Week freue und hoffe, wieder aktiv als Speaker dabei sein zu können. Insgesamt haben die Organisatoren der Social Media Week super Arbeit geleistet, da gab es wirklich nichts zu meckern.

Sina hat übrigens nochmal viele tolle Beiträge und Infos auf ihrer Keeeb Seite gesammelt, die absolut lesenswert ist. Ich freue mich schon auf das nächste Mal – in HH bin ich auf jeden Fall dabei, mit ein bißchen Glück ja sogar schon im September in Berlin. Mal schauen … :)

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2 Antworten zu “Auch ich war #smwHH – ein weiterer Rückblick der Social Media Week Hamburg

  1. Lieber Franz

    Erstens, Danke für den Blogpost über das #SMWHH.
    Ebenfalls Danke an die Sina für Ihre Einführung in die Bookmarking „Szene“
    Es gibt so viele Tools da muss man irgendwie dasjenige finden das man einfach bevorzugt.
    Ich habe Evernote für eine Weile gebraucht aber bin jetzt auf Memonic wo ich wichtige Blogeinträge, Artikel, etc. speichere. Mit Hilfe von Tags usw. und Kategorien kann ich später auch dank einer Suchfunktion diese wieder schnell finden.
    Interessant be Keeeb ist das man z.B. falsch werwünscht auch nur Sätze speichern kann. Super finde ich dann, dass man diese dann mit anderen Sachen in einem Eintrag kombinieren (z.B. noch Video hinzufügen, etc.).
    Super einfach. Gratuliere.
    Urs
    @CyTRAP

    • Vielen Dank! Mich freut es, dass dir Keeeb gefällt! Ich bin ein großer Keeeb-Fan und möchte es wirklich nicht mehr missen. Die Jungs von Keeeb freuen sich sicherlich auch über Anregungen, Ideen und sonstiges Feedback von dir: support@keeeb.com :)

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