Best Case: Bertolli Newsjack

Barilla-Chef Guido Barilla wird Donnerstag, den 26.9.2013 und die anschließenden Tage wohl nie wieder vergessen. An diesem Abend ging einer der stärksten Shitstorms (wenn nicht sogar der stärkste) los, den Barilla jemals erlebt hat. Und das alles, weil Guido Barilla in einem Interview erklärte, dass sein Unternehmen keinen Wert auf Homosexuelle legte:

Wir werden keine Werbung mit Homosexuellen schalten, weil wir die traditionelle Familie unterstützen. Wenn Homosexuellen das nicht gefällt, können sie Pasta eines anderen Herstellers essen.

Schnell war klar, dass wir für unseren Kunden Bertolli schnell darauf reagieren sollten. Nach ein paar Brainstorm-Ideen per E-Mail am späten Abend legten wir uns Freitag morgen auf ein Motiv und Text fest. Der Post sollte Barilla und dessen Aussagen in keinster Weise erwähnen, sondern spielerisch und charmant die Position Bertollis zeigen, ohne provokativ und fies zu Barilla zu sein.

Nach Absprache mit dem Kunden und dessen Rechtsabteilung ging dieser Post letztendlich gegen Mittag online:

Schon am Nachmittag wurde es u.a. von der Horizont aufgegriffen, abends und am Samstag erreichte der Post dann auch das internationale Publikum: Mashable aber auch AdFreak griffen die Geschichte auf und berichteten darüber. Selbst am Montag wurde noch darüber in den Medien berichtet, sodass man auch auf stern.de lesen konnte: „Bertolli zeigt, was Barilla lernen muss“

Der Andrang auf unserer Facebookseite war immens, insbesonders die internationalen Fans forderten dieses Statement auch auf der englischen Facebookseite von Bertolli, die es dann am Sonntag aufgriffen und unseren Post übernahmen:

Neben vielen Kommentaren gab es natürlich auch eine Menge Fan-Beiträge auf der Pinnwand von Bertolli am Wochenende. Durch eine schnelle Reaktion konnten hier wertvolle Verbindungen geschaffen und Fans unglaublich glücklich gemacht werden:

Letztendlich war dieser Post das erfolgreichste deutschsprachige Posting in Kalenderwoche 39, nicht nur das Fan-Wachstum stieg, auch die Engagement-Rate kletterte immens in die Höhe. Doch natürlich hatte dieser Post auch einen großen Einfluss auf sämtliche andere Werte und auch der Sichtbarkeitsindex auf Google verbesserte sich durch die Aktion.