Mein erstes BarCamp – das bchh13

Schon letztes Jahr blickte ich stets neidisch auf meine Twittertimeline, die kräftig und begeistert über das #bchh12 berichtete. Da nahm ich mir vor, dass ich das dieses Jahr auf keinen Fall verpassen möchte und ergatterte schnell ein Ticket. Und was war es für ein Fest!

Als BarCamp-Newbie waren ein paar Dinge am Anfang gewöhnungs- bzw. erklärungsbedürftig, doch dank vielen hilsbereiten Besuchern fühlte ich mich schnell wohl und alles andere als ein Neuling. Zuerst muss ich sagen, dass es für mich schade ist, dass Barcamps immer am WE stattfinden müssen, gerade Samstags ist für mich nicht möglich, da ich stets versuche, diesen Tag meiner Familie zu widmen. Und da ich gerade erst vor 3 Wochen nochmal Papa geworden bin, war klar, dass ich hier keine Ausnahme machen werde. Die Zeit ist mir heilig und sehr wichtig. Nun ja, gibt es für mich das BarCamp halt nur an einem Tag – und auch das hat sich schon total gelohnt.

Die Leute tummeln sich, um für ihre Session zu pitchen. #bchh13

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Ein spannender Vortrag nach dem anderen

Was ich toll fand und was mir auch auf der re:publica immer gut gefällt, ist natürlich der hohe Anteil an „professionellen“ Vorträgen, aber auch dass Spaßbeiträge einfach dazugehören. Für mich als Neuling war das Pitchen der Vorträge doch sehr anstrengend, man hat schnell abgeschaltet und nicht mehr so genau zugehört. Ich weiß nicht, wie man das wirklich verbessern könnte, aber hier wäre es auf jeden Fall gut, wenn man optimieren würde. Vielleicht ist ja eine Möglichkeit, die Sessionplanung zu teilen? Also dass für eine halbe Stunde die erste Hälfte des Tages geplant wird und nach dem Mittag dann nochmal die andere Hälfte? Nur eine schnelle Idee, auch hier gäbe es sicherlich Verbesserungspotenzial.

Allerdings hab ich mich auch geärgert, dass es mal wieder einige super spannende Themen gab, die zur gleichen Zeit liefen. Das lässt sich natürlich nicht ändern, aber schade ist es trotzdem immer. So ist es für mich als Nicht-Entscheidungsfreudigen Menschen immer eine Qual, aber dennoch freut es mich natürlich zu sehen, wenn so viele tolle Themen so spontan überhaupt zustande kommen. Aber – das muss dazu gesagt werden – hier hatte ich tatsächlich das Gefühl, meistens die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn wirklich jeder Vortrag war sehr spannend.

Mein BarCamp Tag

Angefangen habe ich mit @geregeltkrieger, der über das semantische Web gesprochen hat und wie wir Google/Maschinen besser dazu bringen können, dass sie uns verstehen. Ein interessanter Vortrag, der trotz hohem technischen Anteil auch für mich als Intermediate-Techi gut zu verstehen war. Was ich hier am meisten mitgenommen habe, sind zwei Webseiten, nämlich schema.org und freebase.com – zwei großartige Hilfen zu diesem Thema!

Gewonnene Erkenntnisse #semantischesWeb #bchh13

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Danach habe ich mir den Vortrag von @jancrode angehört, der erzählt hat, wie er sein hervorragendes Buch „Vorwärts nach weit: Hannover 96 – 10 Jahre 1. Bundesliga“ mithilfe Crowdfunding finanziert hat. Ein super spannendes Thema und ein guter Vortrag, der wertvolle Tipps zu diesem Thema gegeben hat. Er hat diese auch mal in einem Blogbeitrag verfasst, der hier gelesen werden kann. Sehr interessant für alle, die auch überlegen eine Crowdfunding-Projekt zu starten. Aber vorsicht – es geht hier wirklich um Crowdfunding, nicht Crowdinvesting! Was der Unterschied ist und noch viel mehr, hat auch @SinaGritzuhn toll auf ihrem Blog erklärt. Sehr lesenswert!

Sebastian Franz auf dem BarCamp

Quelle: Sina Gritzuhn (http://on.fb.me/1bXkMor)

Danach habe ich @GeorgDahm gelauscht, der sein aktuelles journalistisches Abenteuer names Substanz vorgestellt hat. Ein interessanter Vortrag, durch den mir aufgezeigt wurde, wie viele Hürden vor einem liegen, wenn man solch ein Projekt starten will.

Daraufhin gab es für mich dann einen „Spaß-Vortrag“, nämlich den von @renehamburg und @Lestoire zum Thema „Freundlich sein“. Schon beim Pitch spitzte ich die Ohren und allein wissend, dass Rene diesen Vortrag halten würde, war mir sofort klar, dass dieser lustig und ein Muss werden würde. Und ich sollte Recht behalten – Rene und Jennifer haben in keinster Weise enttäuscht! Und so entertainend es auch war, so wichtig ist dieses Thema! Es fehlt einfach viel zu viel Freundlichkeit in der heutigen Gesellschaft. Besonders bei uns hier im kühlen Norden. Man erlebt es leider viel zu oft, dass man auf der Straße pampig von der Seite angemacht, unfreundlich von dem Busfahrer begrüßt oder blöd angeguckt wird (statt zu fragen, ob man helfen kann), wenn man krampfhaft versucht, den Kinderwagen in die Bahn zu hiefen. Quintessenz, die ich mitgenommen habe: Wenn ich möchte, dass meine Umgebung freundlicher wird, muss ich selbst freundlicher (und hilfsbereiter) sein.

Zum Abschluss wollte ich dann noch sehen, wie @elbblick uns zeigen will, dass QR-Codes doch nicht unnütz sind und durchaus ein spannendes, kostengünstiges und hilfreiches Tool sein können. Schnell wurde hier klar, dass es wirklich nicht der QR-Code selbst ist, der schlecht ist, sondern der Marketer, der ihn falsch bzw. schlecht nutzt, ihn verhunzt. @elbblick hat ein paar „gute“ Beispiele gezeigt, wie es einfach nicht funktionieren kann und wieso man schnell aufgibt, die Codes zu scannen. Gemeinsam in kleiner Runde haben wir dann positive Einsatzmöglichkeiten diskutiert, was sehr spannend war. So berichtete @der_andre von deren Kampagne für Budni, in der der QR-Code erfolgreich eingesetzt wurde – es war PR-mäßig ein voller Erfolg und steigerte sogar den Abverkauf (was kein Ziel der Kampagne war).

Doch mal abgesehen vom Marketing gibt es auch in anderen Gebieten gute Einsatzmöglichkeiten. Die ein oder andere Bank experimentiert beispielsweise schon damit rum, um noch sicherer zu werden. Aber auch um Gästen WLAN-Zugang im eigenen Heim (oder auf Barcamps etc.) zu gewähren, ist es ein super Tool. So müssen die Gäste lediglich den eingerichteten QR-Code scannen und wählen sich damit automatisch im WLAN ein. Der Vortrag war für mich ein gelungener Abschluss eines tollen Tages!

Neben den hervorragenden Vorträgen war es natürlich einfach wunderbar, viele neue Leute kennenzulernen, viele Online-Bekanntschaften auch mal Offline zu treffen und natürlich alte Freunde wiederzusehen. Alles in einem kann ich also nur jedem ans Herz legen, sich ein BarCamp nicht entgehen zu lassen. Und ich hoffe sehr, dass ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein kann. Und es schwirren sogar schon ein paar Themen im kopf herum, mit denen ich vielleicht versuchen werde, das #bchh14 zu bereichern.

Zum Abschluss darf an dieser Stelle natürlich auch ein riesen großes Dankeschön an die vielen tollen Sponsoren nicht fehlen. Die Location, das Essen, die Technik – alles war super. Vielen, vielen Dank!

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3 Antworten zu “Mein erstes BarCamp – das bchh13

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